Tours

Tours lag auf dem Rückweg. Wir hätten sicher an diesem Tag keinen zusätzlichen Umweg mehr auf uns genommen. Aber es hat sich gelohnt.

Der Wahnsinn, oder? Sorry für den Lieferwagen und das Mofa und den Lärm, aber auf einem Foto kommt das einfach nicht so eindrucksvoll rüber. Die Kathedrale Saint-Gatien entstand in heutiger Form im 13. Jahdt und ist dem ersten Bischof von Tours, dem Heiligen Gatianus, gewidmet. Der Heilige Martin, Nach-Nachfolger des Vorgenannten, dessen Basilika wir im Anschluss aufgesucht haben, ließ die Gebeine des Gatianus in dieser Kathedrale beisetzen. Aber die Fenster sind das eigentliche Spektakel – und deswegen haben wir wieder ein Grab nicht bemerkt.

dä Dom

ein bisschen Heraldik gab es auch
„habt ihr judes verdammte Fenster …“ – „JA! Da kann man doch keine Auswahl treffen?!“
da hat das Auto wirklich durchgepasst!
okay! DAS Ist ein tolles Bild!

Sodann steuerten wir die Basilika Saint-Martin de Tours, die zwar im romanisch-byzantinischen Stil errichtet wurde, das aber erst Ende des 19. Jhdts! Also ein richtiger Neubau … aber ebenfalls eindrucksvoll.

da ist sie wieder, unsere Fischfreundin
der Turm Karls des Großen (11.-13. Jhdt., nach Teileinsturz wieder aufgebaut 1928) sticht von weitem heraus
St. Martin steht oben auf der Kuppel
rechts im Hintergrund der Uhrenturm – somit hat die Stadt ihren Namen verdient und wir haben wieder erfolgreich einen Kalauer gebracht
Kuckuk
ab in die Krypta
Fürbitten und Danksagungen können gegen Entgelt eingemeisselt werden
diesmal haben wir aufgepasst, wobei dieses Grabmal auch schwer zu übersehen ist
den hat T der P auf dem Rückweg noch rasch fotografiert

Auf der Rückfahrt ins Domizil meldete sich auf einmal der Bordcomputer: niedrigen Luftdruck erkannt … also im Reifen. Die Kiste könnte sich ja schon dazu durchringen, auch noch den entsprechenden Reifen zu benennen. So muss man immer alle vier kontrollieren, bzw. erstmal viele Meilen über eine Landstraße ohne Service bis zu einer wohnortnahen Tanke mit Luftpumpe zurücklegen. Natürlich langsam (100 wird schon gehen, oder?) und vorsichtig. Saumur, 8 km von Zuhause weg, hat diverse Tankstellen, und wir fahren direkt hindurch. Aber glaubste? Die erste Reifendruckanlage war defekt. Wenigstens waren wir dafür nicht zu doof, sondern die war richtig defekt. Die zweite Tanke hatte noch nicht mal ein defektes Gerät! Und die ganze Zeit hat man im Hinterkopf „wir sind über 2.000 km von der Heimat entfernt! Da war doch schon mal was mit einem Reifen (der wurde dann aber erneuert) …“ Nach zunehmend nervenaufreibendem Gekurve mit einem spürbar platten Reifen von den fehlgeschlagenen Versuchen mit dem defekten Gerät, nahte die Rettung in Gestalt einer TotalEnergies-Tankstelle. Dass das außerdem auch noch die günstigsten sind, selbst auf Autobahnen, haben wir dankbar zur Kenntnis genommen für den Rest des Urlaubs. Und den Reifen fahren wir mittlerweile immer noch anstandslos, immerhin über zwei Monate nach der Beanstandung.

Total ko kamen wir dann nach 20 Uhr in der Unterkunft an – den morgigen Pausentag hatten wir uns sehr verdient! Wir sind ja schließlich in Urlaub …

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