Hauptsächlich zwecks Weinbeschaffung beim bewährten Winzer Cattin begaben wir uns erneut nach Colmar. Ein entsprechender Kurzurlaub war von T bereits vor längerem eingereicht worden – das passte! Am Morgen war es saukalt und unterwegs teilweise spektakulär neblig.
die Weinberge von Vœgtlinshoffen1. Mission erfüllt
Dieses Hotel können wir im Unterschied zur Pariser Dachkammer (in die wir aber tatsächlich auch noch mal gingen, nachdem wir ja nun wissen, was uns erwartet) wirklich empfehlen: Hôtel Turenne, 5 min fußläufig von der Altstadt.
Bevor wir uns ins Unterlinden-Museum begaben (ein bisschen Kultur muss dann doch auch noch sein! Nicht immer nur Alkohol, Shopping und Happen…), streunten wir noch ein wenig für diverse Besorgungen durch die hübsche Altstadt.
echt schmuck, diese Türmchen überallimmer wieder wirkt es auch südländischirgendwann … irgendwann schlagen wir auch beim Nougat zu!oder bei anderen kleinen Fiesigkeiten es geht stracks auf Weihnachten zu!wieder so ein Hansi-Schildreizvoller Stilbruch
Nachdem wir beim Erstbesuch aus Unwissenheit das Museum Unterlinden ausließen, war es diesmal also fällig! Die Exponate aus allen Epochen wirkten ein wenig bunt gemischt und der Eintrittspreis war durchaus überraschend – hoch!
die Sado-Maso-AbteilungJungfrau mit dem HundePrunkschild mit jahreszeitlichen Jagdlandschaftlichen der elsässischen Adelsfamilie derer zu RappoltsteinJagdbesteckda isser, der Hansi!Théophil Schuler (1821-1878) „Der Wagen des Todes“die Detailausführung erinnert stark an Iron Maiden!Jean Georges Hirn (1777-1839) „Früchte vor Landschaft“noch ein Hirn, „Stillleben mit Vogelkäfig“. Merke: Stillleben heißt auf franz. Nature Morte und auf englisch still life …Junge SchäferinSteinzeitfamilie auf der Jagd (echt jetzt, was die sich damals unter Steinzeitfamilie vorstellten, läuft heute auf dem Catwalk)Henri Lebert (1794-1862) „In der Wormsa“der nächste Lebert, „Ansicht von Burg Hohlandsberg“sic!die inzwischen bestens bekannte Place Vendômemodern artdas schwungvolle TreppenhausGrabstätte, gallischFußboden, römischGrabstein, römischwie bitte?Tupperware, rämischHandschmeichlerWaffen & Werkzeugeschmucker Schmuckder eigentliche Grund für das Foto …liegt in der Ähnlichkeit der Steinzeitmenschen (vorher) und der Archäologen (hier) auf der Hintergrundwand Kreuzgang/Innenhof des MuseumsHerbst
Richtig berühmt ist das Unterlinden-Museum freilich für den Isenheimer Altar (1512-1516) der beiden Meister Niklaus von Hagenau (Schnitzkunst) und Matthias Grünewald (Malkunst). Das ist uns natürlich wieder jede Menge Bilder wert!
Dann sind wir tatsächlich mal essen gegangen! Zum Pfeffel, auch empfehlenswert, und der Flammkuchen war auch viel besser, als im September beim Erstbesuch in einem anderen Lokal!
nachdem wir das Platzset fotografiert haben, bekamen wir vom Kellner eins zum Mitnehmen gebracht …endlich mal kein Spekulatius!
Wohlgestärkt folgte die Nachtwanderung zur Unterkunft. Nein, keine Bange, von unseren letzten Spitzenleistungen (siehe Paris oder München) waren wir weit entfernt. Colmar ist sehr übersichtlich! Aber wunderschön illuminiert bei Nacht …
wahrscheinlich nur Schokolade, kein Marzipanditogut, dass geschlossen war (P, die alte Kitschtante)die „désolés-fermé“-Galerie vom letzten Malder Obelix scheint verkauft oder auf Wildschweinjagdnächstes Mal nehmen wir Frühstück! Das ist der Frühstücksraum vom Turenne von außendie Tiki Bar, aber uaaah – Tourbé heißt getorft und der elsässische Whisky war … nicht lecker, désolés
Am nächsten Morgen mussten wir noch etwas Zeit totschlagen, bis wir um 12 Uhr zu unserem Mittagstisch durften. Dafür hatten wir auf das Frühstück verzichtet, aber auf dem Zimmer keinen Kaffee mehr 😉
das Ziel der Begierde, aber eben noch zu frühdas täte es zur Not auch!downtownschwacher Latte Macchiato, désoléeBäcker mit Traditiondie Touri-Bahn erwischtnein, kein Schmuckladen, schon wieder ein ChocolatierSteinpliz, wieder kein Marzipan
So, und wenn ihr mal in Colmar seid, achtet darauf, dass ihr in den Drei Fischen essen gehen könnt, es lohnt sich sehr!
wir bekamen beide noch einen Nachschlag!
Die Heimfahrt war etwas anstrengender, aber letztendlich sind wir doch heile angekommen. Als nächstes geht es endlich in die Niederlande – bleibt also dran!