„Was kann man denn noch außer Strasbourg machen?“ – „Colmar!“ … P war skeptisch und wurde so eines besseren belehrt! T wollte am liebsten schon am Freitagabend losfahren („Wir können doch im Auto schlafen!“ – „Was? Neee, dafür bin ich zu alt!“) und dann einigten wir uns darauf, um 3 mal aufzustehen und zu schauen, wie es sich anfühlt!
Gut fühlte es sich an, los, aufstehen! Und um 4 waren wir auf der Straße. Kurz vor 6 wurde es hell, und um kurz nach 8 begegneten wir der originalen Mademoiselle Liberté. Die stammt nämlich aus Colmar, ist 12 m hoch aus Kunstharz und wurde von Auguste Bartholdi (1834-1904) erfunden. An seinem 100. Todestag hat sich Colmar dann die Mamsell gegönnt und nun steht sie also am nördlichen Ortseingang und begrüßt die Massen der Auswanderer und Touristen aus aller Welt, ganz wie ihr schäbiges Plagiat in New York!
Zuerst wurde die Kachelabteilung in der gruselig leeren Tiefgarage besichtigt (Hausbesetzung untersagt!)
und dann das restliche Colmar







































Desolé hatte das Café Rapp noch nicht geöffnet, weswegen wir uns den Parc du champ de mars zu Gemüte führten. T war etwas im Pflanzenrausch und konnte sich nicht sattknipsen.

















Kommen wir zur Stiftskirche Saint Martin oder auch dem Martinsmünster, einem Hauptwerk der gotischen Architektur (1235-1365) im Elsass!





















Desolé sind wir zum Café Rapp zurück … hübsche Aussicht, freundliche Menschen, mieser Kaffee!!!




Nicht wirklich gestärkt machten wir uns auf die Suche nach weiteren Colmarer Highlights










Letztendlich landeten wir in der Dominikanerkirche, die die weltberühmte Madonna im Rosenhag vom Schongauer Martin (1445/1450-1491, Kupferstecher und Maler, sogar bedeutendster Graphiker vor Albrecht Dürer) beherbergt. Dafür allerdings 2 Euro Eintritt zu verlangen ist etwas … trop!


















Bon! Allons chez Monsieur Cattin, noble patron des vignobles! T hat ihn im Colmar-online-Reiseführer entdeckt mit dem Vermerk, dass es da eine spektakuläre Terrasse gäbe mit Blick in die Wein-Ebene. Désolé war die aber privatisé wegen abendlicher Hochzeitsgesellschaft, aber zum knipsen durften wir mal kurz hoch. Man würde fündig und führte 3 cartons heim – pinot noir als Rosé und Crémant und vor lauter Dankbarkeit bekamen wir dann noch einen Roten geschenkt, doch dazu später mehr …

















Jetzt sollten wir mal langsam was essen … also zurück nach Colmar und am alten Zollhaus einen Flammkuchen vernascht!


Lecker! Monsieur hat mit Munster, Madame mit Chèvre.
Derart gestärkt widmeten wir uns den Fischerstaden diesseits und jenseits der Lauch oder auch Petite Venise, dem Marché Couvert und dem Gerberviertel, gekennzeichnet durch die hohen Fachwerkhäuser



































Unverhofft sind wir noch über eine Ausstellung alter Bücher und Schriften gestolpert. Teils mit Verkauf, aber wir haben dieses Wochenende nur in leibliche Genüsse investiert!
















Leicht ermattet (wir erinnern uns, 3 Uhr Früh-Apell) haben wir uns verlaufen und sind durch Zufall noch an der Synagoge vorbeigekommen.





So! Fertig! Heimwärts, bzw. ab nach Lahr zum Adler, Fortsetzung folgt …






