Colmar

„Was kann man denn noch außer Strasbourg machen?“ – „Colmar!“ … P war skeptisch und wurde so eines besseren belehrt! T wollte am liebsten schon am Freitagabend losfahren („Wir können doch im Auto schlafen!“ – „Was? Neee, dafür bin ich zu alt!“) und dann einigten wir uns darauf, um 3 mal aufzustehen und zu schauen, wie es sich anfühlt! 

Gut fühlte es sich an, los, aufstehen! Und um 4 waren wir auf der Straße. Kurz vor 6 wurde es hell, und um kurz nach 8 begegneten wir der originalen Mademoiselle Liberté. Die stammt nämlich aus Colmar, ist 12 m hoch aus Kunstharz und wurde von Auguste Bartholdi (1834-1904) erfunden. An seinem 100. Todestag hat sich Colmar dann die Mamsell gegönnt und nun steht sie also am nördlichen Ortseingang und begrüßt die Massen der Auswanderer und Touristen aus aller Welt, ganz wie ihr schäbiges Plagiat in New York!

Zuerst wurde die Kachelabteilung in der gruselig leeren Tiefgarage besichtigt (Hausbesetzung untersagt!)

und dann das restliche Colmar

ein freundlicher Ort
zur Kirche kommen wir später
Kunstmuseum Unterlinden – haben wir diesmal geschwänzt
les oiseaux de Colmar
die weiße Taube ist müde (sagt T)
Mademoiselle Liberté als Werbeträger
der Hansi! Seinerseits Colmarer Maler, Zeichner und Karikaturist, entwarf die ganzen hübschen Schilder
Gerichtsgebäude
allgegenwärtiges Auge des Gesetzes
schon wieder so freundlich!
Obélix, édition spéciale
ganz links der Patissier Lorber
unsere Frühstücksbank
Langhopf, zimthaltiges Hefebrot
der Herr hat aber auch überall seine Residenzen, comme-il-faut
‚übsch ‚arley (oder auch Männertraum)
Renaissance-Bau mit 106 Köpfen und Masken auf der Fassade, die zur Namensgebung KOPFHAUS geführt haben
den Böttcher hat wieder Bartholdi modelliert, im Auftrag der Weinbörse

Desolé hatte das Café Rapp noch nicht geöffnet, weswegen wir uns den Parc du champ de mars zu Gemüte führten. T war etwas im Pflanzenrausch und konnte sich nicht sattknipsen.

Inzwischen Fassade eines Ladengeschäfts, früher war das mal Frankreichs größtes Holzpferdekarussell
General Jean Rapp (1771-1821), natürlisch von Bartholdi, dessen erstes Denkmal, als er mal eben 20 Jahre alt war. Was den Rapp angeht: googled selbst, wir müssen weiter machen!
Thomasse unter sich, der aus Stein hat die erste industrielle Rechenmaschine erfunden
Sequoien über alles!
funktionstüchtiges Thermometer, liest sich nur etwas schwer ab, so ohne digital und so …

Kommen wir zur Stiftskirche Saint Martin oder auch dem Martinsmünster, einem Hauptwerk der gotischen Architektur (1235-1365) im Elsass!

Ruhe bitte!
Die Stuhlordnung sah letztes Jahr im ersten Lockdown in den Kirchen aber noch anders aus! (siehe Strasbourg 2020)
„wegen Corona“ gibt es Weihwasser aber immer noch nicht öffentlich, sondern in der Sakristei
hahahahahaha!

Desolé sind wir zum Café Rapp zurück … hübsche Aussicht, freundliche Menschen, mieser Kaffee!!!

Nicht wirklich gestärkt machten wir uns auf die Suche nach weiteren Colmarer Highlights

Théophile Conrad Pfeffel (1736-1809), Poet & Pädagoge (?), NICHT von Bartholdi, sondern von André Friedrich
Geldei (schnöde Bankfiliale)
keine Ahnung, welche Frucht das ist
Katherinen-Gebäude
l’Opéra
la belle îloise
Fischkonservenhimmel

Letztendlich landeten wir in der Dominikanerkirche, die die weltberühmte Madonna im Rosenhag vom Schongauer Martin (1445/1450-1491, Kupferstecher und Maler, sogar bedeutendster Graphiker vor Albrecht Dürer) beherbergt. Dafür allerdings 2 Euro Eintritt zu verlangen ist etwas … trop!

man beachte rechts den Storchenhorst

Bon! Allons chez Monsieur Cattin, noble patron des vignobles! T hat ihn im Colmar-online-Reiseführer entdeckt mit dem Vermerk, dass es da eine spektakuläre Terrasse gäbe mit Blick in die Wein-Ebene. Désolé war die aber privatisé wegen abendlicher Hochzeitsgesellschaft, aber zum knipsen durften wir mal kurz hoch. Man würde fündig und führte 3 cartons heim – pinot noir als Rosé und Crémant und vor lauter Dankbarkeit bekamen wir dann noch einen Roten geschenkt, doch dazu später mehr …

voll verklärt
bienvenue zur Wein-Lounge
in Vœgtlingshoffen wohnt ein Winzer am anderen
jumelé avec les Osterinseln …
güldene Madonna ohne Rosenhag
sic! (wollten wir schon immer mal schreiben)
vignobles
Lavandin
P rast mal wieder (?)

Jetzt sollten wir mal langsam was essen … also zurück nach Colmar und am alten Zollhaus einen Flammkuchen vernascht! 

Lecker! Monsieur hat mit Munster, Madame mit Chèvre.

Derart gestärkt widmeten wir uns den Fischerstaden diesseits und jenseits der Lauch oder auch Petite Venise, dem Marché Couvert und dem Gerberviertel, gekennzeichnet durch die hohen Fachwerkhäuser

all you need is love – auch in Colmar
3erlei Kähne, voll, nass und leer
gemalte Fassade eines Luxusrestaurants
laut Elli das beste im Elsaß
T findet überall ein Einhorn
das grüne ist lecker!
Hahn in Ketten
das alte Zollgebäude von 1480 oder Koifhus
die Uhr geht richtig! Das Bild ist vom Vormittag, gehört aber thematisch in den Nachmittag
Koifhus-Rückseite

Unverhofft sind wir noch über eine Ausstellung alter Bücher und Schriften gestolpert. Teils mit Verkauf, aber wir haben dieses Wochenende nur in leibliche Genüsse investiert!

Leicht ermattet (wir erinnern uns, 3 Uhr Früh-Apell) haben wir uns verlaufen und sind durch Zufall noch an der Synagoge vorbeigekommen. 

nain, das ist kein Knast …

So! Fertig! Heimwärts, bzw. ab nach Lahr zum Adler, Fortsetzung folgt …

à la prochaine, mademoiselle
uns bleibt immer noch Paris – bleiben Sie dran!
warum ist es am Rhein so schön?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert