The day after

Wir hatten ja noch den Samstag! Für den war ein Picknick-Rucksack geplant, ursprünglich mit Wanderung – klar, Schwarzwald, wo sonst 😉 Aber das Hotel hat auch Mountain-E-Bikes im Angebot … Eingeweihte wissen, Rad und P sind nicht gut miteinander befreundet, aber P war zuversichtlich.
Wir wollten auf den Branden, unseren Hausberg, auf den wir allmorgend- und -abendlich gucken. Das Problem ist, dass man nur etwa bis zur Hälfte hoch kommt und der Rest privates Gelände ist. Egal, wir gucken, wie weit wir kommen!

Profi
Doofi
asphaltierter Radweg in Sicht

Herrjeh, das ging mal so richtig daneben, P war froh, dass sie die Tour nicht, wie zuerst ersonnen, an Ts Geburtstag ansetzte. Zum einen ist es nicht nur einfach, wenn man elektrische Unterstützung hat; das Gefährt haut einen quasi den Sattel von hinten in den Allerwertesten, wenn man nicht schnell genug beim Antreten den Hintern auf den Sattel hievt. Und zum anderen darf man die Bodenbeschaffenheit nicht unterschätzen, wenn man nicht (harhar!) sattelfest ist. Grober Schotter, ausgewaschene Spuren oder kompletter Naturboden … hui! P schob mehr, als dass sie fuhr, war den Tränen mal wieder sehr nahe, aber mittlerweile so fuchsig (tataaa), dass sie das &%§ige Rad überall hingeschoben hätte, anstatt aufzugeben. Aber dann kam der asphaltierte Radweg neben der Straße in Sicht und wir nahmen den doch! Neues Ziel war dann das Kloster mit Kirche St. Trudpert, seinerseits irischer Missionar aus dem 7. Jhdt. Nach dem 1. Weltkrieg zog die Kongregation der Schwestern vom heiligen Josef zu Saint Marc ins Kloster. 3 km die Landstraße entlang ging dann sehr fein!

da lachen ja die Ziegen
ungewohnt schlicht bei all dem verspielten Design
vielleicht kann man es erkennen, das ist alles aus Holz, das ist gar kein Stein!
heulender Brunnen

Und dann packte T den Rucksack aus, der ihn die ganze Zeit auf den Schultern drückte:

Super leckeres und saftiges Vollkornbrot, Wasser, Wein, Obst, Käse, toller Schinken und ein bisschen Süßkram. Als wir dann nach insgesamt 4 Stunden wieder zuhause waren, fuhr T noch mal den Berg hoch, um ein paar mehr Fotos zu machen. 

unser Balkon ist der 2. von oben links im Gebäude in Bildmitte
unterschiedliche Holzarten?
Walliser Schwarzhalsziegen, unsere Bimmelziegen, denen wir immer beim abgrasen der Weideflächen zugeschaut haben. Jaaa, sie kommen aus der Schweiz, aus dem Kanton Wallis, und nicht aus Wales! P, Du Blitzbirne …
beigestellte Esel
Spielweg-Kapelle

Nach der Dusche gab es dann (endlich) eine unglaublich leckere Schwarzwälder Kirschtorte! Und bevor das verkommt, gönnte sich der T noch sein geliebtes Rothaus Tannenzäpfle Pils 😉

Und weil wir uns ja sonst nichts gönnen, gab es dazu ein Glas Champagner, sehr lecker, Mandois Zero brut (nein, nicht alkoholfrei!)

Das letzte Abendmahl war wieder ein Fest,
für die Augen, für die Nase, und für den Gaumen erstrecht! 

Gruß aus der Küche: Spinatcrème mit Crème fraîche und confiertem Wachtel-Eigelb
geschmorte Aubergine mit bunten Tomaten, Büffelmozzarella, gegrillter Garnele und Coppa vom Landschwein
Island-Scholle mit Erbsen-Pfifferlings-Gemüse, Kräuter-Kartoffelpüree und beurre blanc
Himbeer-Parfait mit Joghurt-Mousse und Beeren
die letzten Sonnenstrahlen
während der Mond schon weit oben ist
und wie das Sonnenglas funktioniert, haben wir am letzten Abend dann auch endlich gerafft …

Es war ganz wunderbar! Und wir müssen unbedingt im Herbst/Winter noch mal herkommen, und uns so richtig mit Wild verwöhnen lassen. Die Frage ist nur, in welchem Jahr …

Nachtrag: wir waren im Oktober erneut da, aber der Aufenthalt ging harmonietechnisch am 2. Tag komplett in die Hose, so dass wir für die Doku einfach keinen Bock hatten …

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